Gib dem Menschen einen Hund und seine Seele wird gesund.  (Hildegard von Bingen)



Erforderliche Untersuchungen zur Zuchtzulassung:



 

Blutuntersuchung  an der Universität in Utrecht auf

ENM und vWD

 

ENM  erbliche nekrotisierende Myelopathie:

hierbei handelt es sich um eine Krankheit, die im ersten Lebensjahr eines Hundes auftreten kann. Dabei werden Strukturen im Rückenmark zerstört, was im Anfangsstadium zu Lahmen an den Hinterläufen führen kann. Es entwickelt sich eine Lähmung, die sich immer weiter nach vorne im Körper des  Hundes ausbreitet. ENM ist unheilbar und endet leider tödlich.

Diese Krankheit wird vererbt wenn beide Elterntiere das Gen in sich tragen.

Seit Juli 2012 gibt es einen Bluttest bei dem festgestellt wird, ob der Hund dieses Gen in sich trägt. Bei Verpaarungen wird darauf geachtet. Kein Welpe muss mehr an ENM erkranken!!

 

vWD- von Willebrand Disease

Die von Willebrand Krankheit ist eine Blutgerinnungsstörung. Ähnlich der Bluterkrankheit. Auch hier wird durch einen Gentest festgestellt, ob das Hondje Träger ist.

 

 

Patella Luxation:

Bei der Patella-Luxation springt die Kniescheibe des Hundes aus ihrer Gleitrinne im Oberschenkel-Knochen heraus. Dadurch kann der Hund das Bein nicht mehr richtig oder nur noch unter Schmerzen belasten.

Die Untersuchungsergebnisse werden in Grad 0 bis Grad 4 eingeteilt. Zur Zucht werden Hunde mit Grad 0-1 zugelassen.


 

Zähne:

Ein Tierarzt untersucht das Gebiss des Hundes auf Zahn- und Kieferfehlstellungen und auf fehlende Zähne. Der Befund wird in eine dafür vorgesehene Zahnkarte eingetragen.

 

 

Augenuntersuchung:

Von einem dem Dortmunder Kreis (DOK) angehörenden Augenarzt, ein Zusammenschluss von Ärzten, die auf Augenkrankheiten beim Hund spezialisiert sind, werden die Augen der Kooikerhondjes auf vererbbare Augenerkrankungen untersucht.

 

 

 

 

 

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Epilepsie:

Wie beim Menschen leidet ein Hund, der an Epilepsie erkrankt ist an wiederholten Krampfanfällen. Es gibt erblich bedingte und erworbene Formen. Es ist nicht immer einfach, die Eine von der anderen Form zu unterscheiden. Auch beim Kooikerhondje kommt Epilepsie vor. Aber es gehört nicht zu den besonders stark betroffenen Rassen. Wenn in einer Zuchtlinie Epilepsie auftritt, ist der Züchter in der Regel sehr vorsichtig bei der weiteren Zuchtplanung.

 

 

 

Polymyositis:


 

Autoimmunkrankheit, chronische Entzündung in einem oder mehreren Muskeln und Muskelschwäche in den betroffenen Muskeln. Myositis ist eine progressive Form der Erkrankung und hat eine sehr schlechte Prognose.  Wir sehen zwei Gruppen. Eine Gruppe von relativ jungen Hunden, bei denen  Schluck- und Ess- Problemen  im Vordergrund stehen. Die zweite Gruppe der Hunde sind jung, mittleren Alters und haben mehr  Muskel-Skelett-Probleme oder die Kombination mit Schluckstörungen.

Symptome:

Je nach Ort und die Form Myositis können die häufigsten Symptome sein:
• Weniger Ausdauer
• Muskelschwäche
Schluck Probleme
(Muskel-) Schmerz!
• Fieber
Totale Erschöpfung, keinen Antrieb mehr / zu Wandern ,         zu spielen.
Lahhmeit  / Steifigkeit
Speichelfluss
• Erbrechen
Anorexie / Nahrungsverweigerung

Da viele Symptome auch bei anderen Erkrankungen auftreten und oft als "vage Beschwerden" beginnen, ist diese Störung  oft schwer zu erkennen . Um die sichere Diagnose Myositis zu stellen, sind zusätzliche Bluttests von Muskelwerten zu machen, sowie eine  Muskelbiopsie mit EMG und bei Verschlucken eine Bronchoskopie durch einen qualifizierten Tierarzt notwendig.

Häufigkeit in der Zucht:

Leider sehen wir regelmäßig Polymyositis. Die Frequenz beträgt etwa 1% der Bevölkerung.

Weitere Informationen:

Derzeit gibt es aktive Erforschung der (genetischen) Ursache der Erkrankung  und die Beobachtung ist die beste Behandlung. Für weitere Informationen, wenden Sie sich bitte an Dr. P. Mandigers. Er ist Tierarzt und Spezialist auf dem VSC Die Wagenrenk und an der Universität Utrecht

 

Quelle: übersetzt nach:

http://www.kooikerhondje.nl/ras/gezondheid/