Erziehung:

 

Schon einige Wochen bevor sie ihren Welpen mit nach Hause nehmen dürfen, bekommen sie unsere Empfehlungen für die ersten Monate auch schriftlich mit nach Hause.

Wichtige Informationen und Anregungen für die achtsame Sozialisierung, Sauberkeitserziehung, liebevolle Erziehung und  Führung...

Dennoch empfehlen wir ihnen dringend, eine gute Hundeschule zu besuchen.

 

Das Kooikerhondje braucht vom ersten Tag in seinem neuen Rudel, seiner Familie eine klare Führung. Wenn es weiß, wo seine soziale Stellung ist, fühlt es sich sicher und kann sich optimal entwickeln. Der Hund möchte in seiner Art ernst genommen werden. Er ist weder ein Spielzeug noch ein haariges Kleinkind , sondern ein hochentwickeltes soziales Wesen, das sich in einer völlig fremden Kultur, nämlich der menschlichen zurecht finden muss und will. Es schadet der Entwicklung des Welpen wenn er, solange er noch so klein und süß ist keine klaren Regeln, keine Führung bekommt und sich dann als "großer" Hund plötzlich benehmen soll, wie es von ihm in der menschlichen Gesellschaft erwartet wird.Wenn er das dann nicht kann, sind  leider oft Leinenzwang und Zuhause gelassen werden die Folge. Im Extremfall landet der "verkorkste" Hund im Tierheim..

Ein gut erzogenes und sozialisiertes Hondje ist als Alltagsbegleiter eine Freude. Es darf meistens dabei sein, fühlt sich geschätzt und sicher und ist somit glücklich.

 

Der Hund ist ein Rudeltier. Wölfe schlafen gemeinsam in ihrer Höhle oder ihrem Lagerplatz.

Daher ist es für einen Welpen völlig widernatürlich alleine zu schlafen. Er wird ängstlich und verunsichert dadurch.

BITTE: Lassen sie den Welpen zumindest die erste 4-6 Monate bei sich im Schlafzimmer schlafen. Sie sind sein Rudel. Das ist der richtige Platz für ihn!

Keine Sorge, dadurch wird er nicht "verwöhnt", sondern baut Urvertrauen auf: Ein stabiles Fundament für ihr gemeinsames Leben.

Ein weiterer Vorteil davon: Wenn der Welpe neben ihrem Bett in seiner Box schläft, werden sie es hören, wenn er nachts unruhig wird, weil er sich lösen muss. Dann können sie ihn nach Draussen tragen, damit er sich erleichtern kann.

 

Es ist sehr sinnvoll, sich bevor der Hund einzieht Gedanken zu machen - wo ist sein Schlafplatz, Löseplatz, welcher Tierarzt passt zu uns, welche Tabus gelten (z.B. bestimmte Zimmer, Sofa, Bett...) Es hilft dem Hund und dem Familienfrieden sehr, wenn alle in der Familie sich an die vereinbarten Regeln halten.

Die Erziehung obliegt den Erwachsenen! Der Hund spürt sehr schnell, wer "Rudelchef" ist. An ihm orientiert er sich.

Kinder können je nach Alter unter Anleitung beteiligt werden.

 

 

Freude an einem Hund haben sie erst, wenn sie nicht versuchen, aus ihm einen halben Menschen zu machen.   Ziehen sie statt dessen doch einmal die Möglichkeit in Betracht, selbst zu einem halben Hund zu werden.(Edward Hoagland)
        

 

Ein kleiner Tipp:

Es gibt inzwischen sehr viele sehr gute, gute und auch weniger gute bis schlechte Hundeschulen, Erziehungsbücher und Erziehungsstile...

Wie wäre es, die Wartezeit auf ihren Herzens Kooiker zu nutzen und sich vorab mit guter Literatur zum Thema zu befassen,  Hundeschulen, Welpen Gruppen,...anzuschauen. Zu vergleichen und zu fragen, fragen, fragen... und dann auf ihr Bauchgefühl zu hören.

Das ist interessant, man lernt viele hundebegeisterte Menschen kennen und erspart sich selbst und dem Hondje so vielleicht eine Odyssee .

Sie könnten sich auch schon verschiedene Hundesportarten anschauen. Vielleicht ist etwas dabei, woran sie Spaß haben und ihren Kooiker später damit fördern und auslasten können.

 

 

Jede Beziehung zwischen einem Tier und einem Menschen ist eine einzigartige Brücke, gebaut um nur diese beiden zu tragen. Deshalb muss sie auch von ihnen selbst erschaffen werden. (Suzanne Clothier)